Vom Küchenchaos und meiner ersten zweistöckigen Hochzeitstorte

Zweistöckige Hochzeitstorte mit Fichtenkranz

{Werbung} Einige haben es sicher in den Instastories verfolgt – genau vor einer Woche habe ich eine kleine Küchenschlacht gefeiert und meine erste zweistöckige Hochzeitstorte gebacken. Auch wenn ich schon etliche Torten gebacken habe, hatte ich vor dieser Challenge etwas Respekt, denn schließlich sollte sie perfekt werden. Wenn der große Bruder schon heiratet, dann bitte richtig. Also wurde fleißig recherchiert, nach Tipps & Inspirationen gesucht und ich nehm euch gern beim Entstehungsprozess mit.

Ich habe ich mich für eine Grundlage aus Victoria Spange Cake mit Buttercreme und Himbeeren entschieden. Es sollte schön schlicht ohne viel Schnickschnack und Fondant sein – am besten eine Art Naked Cake (also die Böden dürfen ruhig durch die Creme blitzen).

Ausnahmsweise gibt es dazu heute kein Rezept, denn meine Erfahrung war wirklich etwas chaotisch und letztendlich wurde auch ein bisschen improvisiert. Aber berichten möchte ich trotzdem sehr gerne davon & vielleicht könnt ihr dennoch ein paar Tipps mitnehmen. Und natürlich möchte ich euch bei der Gelegenheit direkt mein neues Lieblingsstück zeigen – denn bei mir durfte letzte Woche auch endlich ein Letterboard einziehen. So ein geniales Teil, was jetzt ganz hübsch in unserer Wohnung steht.

Zweistöckige Hochzeitstorte mit Fichtenkranz

In den Instastories habe ich euch bereits Einblick ins Küchenchaos gewährt und mich tatsächlich auch das erste mal vor die Kamera gewagt. Ich schau solche Stories selbst immer sehr gerne und habe mich diesmal auch getraut. Was soll ich sagen – mich haben so so viele liebe Nachrichten & Komplimente von euch erreicht. Sogar von vielen Menschen, die man im realen Leben noch nicht persönlich getroffen hat. {Wer mir bei Instagram noch nicht folgt, darf das natürlich sehr gerne nachholen. Dort nehm ich euch immer beim aktuellen Geschehen mit}.

Grundsätzlich solltet ihr beim Backen von mehrstöckigen Torte folgendes beachten:

  • Die Böden sollten einen Größenunterschied von mindestens 5 cm Durchmesser haben. Ich habe mich in diesem Fall für eine Torte in 16 cm & 23 cm Durchmesser entschieden. Ich würde den Unterschied beim nächsten Mal aber vermutlich noch etwas größer wählen (z.B. 16 cm und 25 cm).
  • Ich rate euch die Böden bereits am Vortag zu backen. So können sie schön abkühlen und lassen sich später einfacher teilen.
  • Klingt banal, aber macht euch vorab bereits Gedanken wie ihr die Torte füllen möchtet, schreibt euch akribisch einen Einkaufszettel & kauft etwas mehr Zutaten als notwendig. Sollte später etwas schief gehen, müsst ihr keine Zeit verschwenden, um erneut einkaufen zu gehen. Bei mir waren es die Böden – ein Teig ist im Ofen aus der Form gelaufen, die anderen waren mir noch nicht hoch genug.
  • Setzt bei eurem ersten Versuch nach Möglichkeit auf bewehrte Rezepte. Wenn ihr bereits ein tolles Rezept für Biskuitböden kennt, nutzt dieses und passt die Menge auf die unterschiedlichen Tortengrößen an {wem es schwer fällt – hier findet ihr eine Umrechnungstabelle für Teigmengen}.
  • Sucht euch bereits vorm Backen alle notwendigen Utensilien zusammen – wenn Tortenplatte, Teigschaber & Co bereits an einem Ort liegen, müsst ihr nicht hektisch durch die Wohnung rennen und ggf. noch Utensilien suchen.
  • Das allerwichtigste: Zeit bzw. gutes Zeitmanagement– bitte nehmt euch wirklich Zeit für dieses Projekt. Wer lediglich 2-3 Stunden hat, sollte sich kein so großes Projekt aussuchen. Macht euch vorher einen genauen Plan, wann ihr was backen möchtet, wie viel Kühlzeit ihr einplanen müsst etc. So geratet ihr später nicht ins straucheln oder steht bis 3 Uhr nachts in der Küche.

Sobald die Böden gebacken und ausgekühlt sind, können diese gefüllt werden. Ich habe mich später bzgl. der Füllung noch umentschieden – ganz ohne Schoki ging es dann doch nicht.

Zum Thema Füllung: hierfür habe ich die Böden pro Torte in 6 Teile geteilt und geschichtet – bei der kleineren Torte jeweils ein Boden mit Himbeeremarmelade  und einer mit einer dünnen Schicht Buttercreme und den Waldbeeren. Die größere Torte wurde mit Kirschmarmelade und Schokoladenbuttercreme gefüllt.

Damit es später einheitlich aussieht, solltet ihr für die äußere Schicht die gleiche Buttercreme verwenden. Hierfür beide Torten mit einer dünnen Schicht Buttercreme einstreichen, damit die Krümel gebunden werden. So vermeidet ihr, dass später Kuchenkrümel in eurer Creme zu sehen sind. Die Torten sollten dann einzeln für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank wandern, damit die Creme etwas anhärtet. Dann geht es ans weitere Eindecken – so lange, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid & die Buttercreme leer ist.
Ich fand die Tipps von Marian vom Blog ‘Mann backt‘ auch sehr hilfreich – schaut hier unbedingt mal vorbei. Vielleicht ist ja da auch direkt die richtige Rezeptinspiration für euch dabei.

Zweistöckige Hochzeitstorte mit Fichtenkranz

Ich habe die Torte am Vortag der Hochzeit gebacken und beide Torten einzeln gekühlt. Diese wurden dann kurz vorher zusammen gesetzt und verziert (dann gibt es auch nicht so ein logistisches Problem mit dem Kühlschrank).

Bei der Deko habe ich mich für einen Naturkranz aus Fichtenzweigen entschieden – das macht ganz schön was her und passt perfekt zur winterlichen Trauung.
Der Kranz ist wirklich easy herzustellen. Als Grundgerüst habe ich einen Metallkleiderbügel auf die gewünschte Größe kreisförmig gebogen und Draht die einzelnen Zweige darum gebunden – also wirklich kein Hexenwerk.

Zweistöckige Hochzeitstorte mit Fichtenkranz

Perfekt zur Deko passt natürlich mein neues Letterboard von Radbag. Hier durfte ich mir freundlicherweise ein paar Teile aussuchen und war sofort verliebt in dieses schöne Dekoobjekt. Wer den Shop noch nicht kennt, sollte unbedingt einen Blick auf die Seite werfen. Hier sind die tollsten Geschenkideen zu finden für Leute, die sonst schon alles haben. Schnickschnack eben – ob beheizbare Walpuschen, Shotgläser im Moscow Mule Style oder eine Softeismaschine {vielleicht ja auch noch um das letzte Weihnachtsgeschenk zu besorgen?!} Braucht man nicht zwingend, ist aber trotzdem toll.

Ich hoffe, dass ich euch vielleicht ein wenig “inspirieren” konnte & ihr ggf. auch bald euer eigenes Tortenprojekt startet. Ich bin insgesamt recht zufrieden mit meiner ersten zweistöckigen Torte – natürlich gibt es immer die ein oder andere Kleinigkeit, die noch perfekter sein könnte. Aber das letztendlich zählt ist das glückliche Brautpaar, was sich sehr über die Torte gefreut hat {mein Bruder wusste nämlich vorher nichts von der Torte}.

Habt alle eine wundervolle Restwoche.

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